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MAGENDREHER
 




Magenüberladung und Magendrehung:
Das plötzliche Aufgasen des Magens sieht man am überdeutlichen Hervorwölben der letzten Rippenpaare. Der Hund sieht nach kurzer Zeit aus wie eine Tonne. Er ist matt durch die vielen erfolglosen Brechversuche und zeigt eine gespannte Bauchdecke. Beim Beklopfen des Bauches ertönt ein tympanischer Schall (Luft). Die Magendrehung entsteht bei vollem Magen, der sich bei unglücklichen Bewegungen des Hundes nach dem Füttern um seine Längsachse drehen kann. Hierbei werden Mageneingang und Magenausgang verschlossen, wobei der Mageninhalt stark aufgast. Durch die Drehung werden auch die zu- und abführenden Blutgefäße abgeschnürt, was eine dramatisch schlechte Kreislaufsituation verursacht. Außerdem drückt der aufgasende Magen auf das Zwerchfell und behindert damit die Lunge beträchtlich. Man erkennt die schlechte Kreislaufsituation an den bläulich werdenden Schleimhäuten und einem schwach klopfenden, frequenten (schnellen) Puls. Milzdrehung: Ebenso wie bei der Magendrehung bekommt der Hund bei der Milzdrehung einen immer dicker werdenden Bauch, nur dauert die Volumenzunahme bei der Milzdrehung wesentlich länger, oftmals Tage bis Wochen. Die durch Drehung gestaute Milz kann bis zu Fußball- größe an Umfang zunehmen und fühlt sich im Gegensatz zum gedrehten Magen, teigig und nicht lufthaltig an. In gedrehtem Zustand ist das Milzgewebe äußerst brüchig und es besteht die Gefahr des Milzrisses mit innerer Verblutung.


Magen- und Milzdrehung sind u.a. die brisantesten Notfälle, bei denen
u n v e r z ü g l i c h ein Tierarzt aufgesucht werden muß.


Hier kann buchstäblich die sich in Sekunden verschlechternde Kreislaufsituation den Erfolg der Operation in Frage stellen.
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Vorbeugende Maßnahmen
Besonders der Deutsche Schäferhund hat in seiner Körperfunktion 3 empfindliche Stellen, auf die besonders geachtet werden muß. 1. Magen-Darmkanal 2. Wirbelsäule und Hüfte 3. Haut


Vorbeugende Maßnahmen zur Gesunderhaltung des Magen-Darm-Kanals
(Erbrechen, Durchfall, Magendehnung)


Wertvolles Futter, gut ausgewogen, mit nicht zu hohem Eiweißanteil (über 30 %), hygienisch einwandfrei, ½ Stunde aufgeweicht, 2 x täglich gefüttert. Zu regelmäßigen Uhrzeiten, die immer eingehalten werden müssen, da sich der Verdauungstrakt auf die Uhrzeiten einstellt und die Magensäureproduktion schon vor der Fütterungszeit beginnt (Magenübersäuerung - Erbrechen).
Nach dem Fressen braucht der Hund R u h e zum Verdauen!
Weiches, breiiges Futter ist nach ca. 2 Stunden, Trockenfutter erst nach 3 Stunden aus dem Magen in den Dünndarm transportiert. Kleine Mengen Wasser gelangen nach ¼ Stunde in den Darmkanal.



Frisches, zimmerwarmes Wasser sollte immer bereitstehen. Merke: Nach Anstrengungen darf man den Hund nicht mit einer vollen Wasser- schüssel im Zwinger alleine lassen! Er kann ebenfalls durch die Aufnahme von zu viel Wasser eine Magendrehung bekommen. Besser ist, man gibt ihm mehrmals, im Abstand von 20 Minuten, 1 - 2 Kaffeetassen Wasser, bis sein Durst gelöscht ist.


Merke: Man sollte grundsätzlich bei dem gleichen, gut verträglichen Futter bleiben, evtl. ein ganzes Hundeleben lang! Ist ein Futterwechsel unbedingt nötig (Diät!), muß man schrittweise vornehmen und den Hund innerhalb von 3 - 5 Tagen auf das neue Futter umstellen.


1. Schritt: ¾ altes - ¼ neues Futter 2. Schritt: ½ altes - ½ neues Futter 3. Schritt: ¼ altes - ¾ neues Futter 4. Schritt nur neues Futter
Die Umstellung auf ein neues Trockenfutter sollte dagegen noch langsamer erfolgen. Merke: Absolut kein Futterwechsel bei Streßlagen des Hundes vornehmen! (Streß sind besonders Ortswechsel, Prüfungen, Wechsel in der Meute "Mensch - Hund")